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Die globalen Immobilienmärkte sind im 2. Quartal weiterhin stark gestiegen und haben der Pandemie getrotzt

Erst kürzlich revidierte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das Jahr 2020 für die internationale Wirtschaft auf eine Schrumpfung um 4,9% gegenüber seiner früheren Prognose eines Rückgangs um 3%. Die Agentur geht davon aus, dass alle Regionen der Welt in diesem Jahr sicherlich eine ungünstige Entwicklung erfahren werden. Trotz der beträchtlichen finanziellen Stagnation deuten die jüngsten Muster auf einen anhaltenden Anstieg der Wohnungsmärkte hin, wobei die Steigerung der Besitzwerte durch messbare Entlastung den ungünstigen finanziellen Einfluss des Dilemmas übertrifft.

Die härtesten Wohnungsmärkte bestanden in unserer internationalen Studie über die Immobilienpreise während des gesamten Jahres bis zum 2. Quartal 2020: Türkei (+11,59%), Makati CBD, Philippinen (+11,52%), Deutschland (+10,85%), Slowakische Republik (+9,13%) und auch Estland (+8,28%), wobei inflationsbereinigte Zahlen verwendet wurden. Die größten Rückgänge der Hauspreise im Jahresvergleich gab es in Ägypten (-17%), Pakistan (-4,62%), Puerto Rico (-4,44%), Malta (-3,51%) sowie Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (-3,27%), wiederum unter Verwendung inflationsbereinigter Zahlen.

Die Dynamik ist stärker: 34 der weltweiten Wohnungsmärkte, für die Zahlen vorliegen, zeigten im gesamten 2. Quartal 2020 eine stärkere Aufwärtsdynamik, während nur 15 Immobilienmärkte laut der Studie des Global Property Guide eine schwächere Dynamik aufwiesen. Tatsächlich haben die USA, das derzeitige Epizentrum der Coronavirus-Pandemie, im 2. Quartal 2020 überraschenderweise eine stärkere Energie als ein Jahr zuvor gezeigt. Die Dynamik ist eine Aktion der „Modifikation im Wandel“; im Grunde genommen hat die Dynamik sogar zugenommen, wenn ein Markt für Wohn- oder Gewerbeimmobilien in diesem Jahr schneller gestiegen ist als im letzten Jahr (oder viel weniger stark gefallen ist).

Inflationsbereinigte Zahlen werden in dieser Umfrage durchgängig verwendet. Im Fall von Kiew, Ukraine, werden im Global Property Guide die in den USA am stärksten gestiegenen Lebenshaltungskosten zugrunde gelegt, wobei berücksichtigt wird, dass die Verkäufe von Wohnungen auf dem ukrainischen Zweitmarkt auf US-Dollar lauten.

 

Während des Jahres bis zum 2. Quartal 2020:

  • Überraschenderweise waren die internationalen Immobilienmärkte während des Jahres bis zum 2. Quartal 2020 weiterhin außerordentlich lebhaft, insbesondere in Europa, Kanada und den Vereinigten Staaten. Die echten Immobilienpreise (d.h. die um die steigenden Lebenshaltungskosten bereinigten Kosten) stiegen in 33 der 49 Immobilienmärkte der Welt, die bisher Wohnraumstatistiken veröffentlicht haben, an.
  • Die positiveren nominalen Zahlen, die der breiten Öffentlichkeit noch besser bekannt sind, zeigten in 38 Ländern einen Anstieg der Immobilienpreise und nur in 11 Ländern einen Rückgang.
  • Dies geschieht, obwohl die Transaktionsvolumina im Zusammenhang mit der COVID-19-Episode durch Lockdowns und Reisebeschränkungen massiv in Mitleidenschaft gezogen wurden.
  • Eine der wahrscheinlichsten Beschreibungen ist der Rückgang der Zinssätze. Mehrere Zentralbanken kompensierten das schwache Wirtschaftsklima mit niedrigeren Zinssätzen und einer quantitativen Lockerung.
  • In europäischen Ländern, wie der Türkei, Deutschland, der Slowakischen Republik, Estland und Portugal, kam es tatsächlich zu einem starken Anstieg der Wohnkosten.
  • Obwohl der US-Wohnungsmarkt das neue Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs ist, bleibt er bemerkenswert beständig. Der saisonbereinigte nationale Hauspreisindex S&P/Case-Shiller stieg im Laufe des Jahres bis zum 2. Quartal 2020 um 3,62% (inflationsbereinigt), eine Steigerung gegenüber der Entwicklung des Vorjahres von 1,57%. Die Federal Housing Finance Agency präsentierte ein viel rosigeres Bild (aus der Verkäuferperspektive) mit einem saisonbereinigten Anstieg des saisonbereinigten US-Verbraucherpreisindex für Eigenheime im 2. Quartal 2020 um 5,02% im Jahresvergleich (inflationsbereinigt), eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreswachstum von 3,34% und auch der größte Anstieg angesichts des 4.
  • Vierunddreißig der 49 evaluierten Wohnungsmärkte wiesen im 2. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr einen stärkeren Energieanstieg auf..

 

Die am härtesten wachsenden Märkte:

Portugal hat sich in unserer weltweiten Hauspreisstudie als der größte Wohnungsmarkt herauskristallisiert, wobei die Hauspreise im Laufe des Jahres bis zum 2. Quartal 2020 um 11,59% gestiegen sind – eine deutliche Wende gegenüber dem Verlust von 12,1% im Vorjahr, wenn man inflationsbereinigte Zahlen heranzieht. Es war das zweite Quartal in Folge, in dem sich die tatsächlichen Kosten im Jahresvergleich entwickelten, wenn man das erste Quartal 2017 betrachtet. Auf Quartalsbasis stiegen die tatsächlichen Hauskosten im 2. Quartal 2020 um 7,6%.

Der philippinische Immobilienmarkt verzeichnete eine starke Rendite, nachdem er sich 2015 stark verlangsamt hatte. Die gewöhnliche Rate von 3-Schlafzimmer-Eigentumswohnungen in Makati CBD stieg im Laufe des Jahres bis zum 2. Quartal 2020 um 11,52% an, was in krassem Vergleich zu dem Rückgang von 6,18% im Vergleich zum Vorjahr steht. Im Vergleich zum Vorquartal sanken die Wohnkosten im CBD im 2. Quartal 2020 um 6,6%.

Auf dem deutschen Wohnungsmarkt besteht weiterhin ein solider Bedarf, der durch das extrem niedrige Zinsniveau begünstigt wird. Der gewöhnliche Preis für Eigenheime kletterte im Laufe des Jahres bis zum 2. Quartal 2020 um massive 10,85%, was einer Renovierung gegenüber der Entwicklung des Vorjahres von 8,21% entspricht. Auf vierteljährlicher Basis stiegen die Hauspreise im 2. Quartal 2020 um 0,39% etwas an.

Der Wohnungsmarkt in der Slowakischen Republik hat sich sogar verstärkt, wobei die Hauspreise im gesamten Land im zweiten Quartal 2020 um 9,13% gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, eine deutliche Renovierung gegenüber der Entwicklung des Vorjahres von 3,74% und der größte Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, wenn man das dritte Quartal 2008 betrachtet. Auf Quartalsbasis stiegen die realen Hauspreise im aktuellsten Quartal um 3,43%.

Der estnische Immobilienmarkt ist nach wie vor robust: Die Kosten für Wohnimmobilien stiegen im Jahresverlauf bis zum 2. Quartal 2020 um 8,28%, was eine deutliche Wende gegenüber dem Rückgang um 0,96% im 2. Quartal 2019 im Jahresvergleich und auch den stärksten Anstieg seit zwei Jahren darstellt. Im Quartalsvergleich gingen die Wohnimmobilienpreise im 2. Quartal 2020 zwar etwas um 0,48% zurück.

Der besondere Fall für Deutschland

Die Entwicklung der Eigenheimzinsen in Deutschland beschleunigt sich weiter, ungeachtet einer Coronavirus-induzierten Finanzrezession. Der typische Preis für Wohnungen oder Eigentumswohnungen stieg im Laufe des Jahres bis zum 2. Quartal 2020 um enorme 10,85% und hielt damit den Anstieg im Jahresvergleich von 12% im Q1 2020, 11,15% im Q4 2019, 9,46% im Q3 und auch 8,21% im Q2 2020 ein. Auf vierteljährlicher Basis stiegen die Aufenthaltskosten im 2. Quartal 2020 leicht um 0,39%.

Deutschland war lange Zeit ein Bild der Sicherheit auf dem Wohnungsmarkt und eines der Minderheitenländer, die einen Rückgang der Immobilienpreise im Zuge der internationalen Wirtschaftskrise 2008-2009 vermieden haben. Die deutsche Wirtschaftslage geriet jedoch im 2. Quartal 2020 tief in den wirtschaftlichen Abschwung: Das reale BIP schrumpfte gegenüber dem Vorquartal um satte 10,1% und entsprach damit einem Rückgang von 2% im 1. Quartal 2020 sowie von 0,1% im 4. Dies war der größte vierteljährliche Rückgang, da Deutschland 1970 mit der Veröffentlichung vierteljährlicher BIP-Berechnungen begann. Nach einem kleinen Wachstum von 0,6% im Jahr 2019 wird die Wirtschaftslage in diesem Jahr voraussichtlich um 6,3% schrumpfen, basierend auf Zahlen der Europäischen Kommission.